Sportgymnasium Dresden Eliteschule des Sports

Die Förderung der europaweiten Zusammenarbeit in allen Bildungsbereichen ist ein wichtiges Anliegen der Europäischen Union. Das erfolgreiche EU-Programm Erasmus+ für Bildung, Jugend und Sport wird deshalb fortgeführt. Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europäischen Bildungsraum kommt dem Programm eine Schlüsselrolle zu.

Mindfulness im schulischen Kontext – Erfahrungen aus einer Erasmus+ Fortbildung in Lissabon (August, 2026)

Im Rahmen einer Erasmus+ Fortbildung hatten wir die Möglichkeit, in Lissabon an einem englischsprachigen Kurs zum Thema „Mindfulness im schulischen Kontext“ teilzunehmen. Dabei ging es nicht nur darum, die theoretischen Grundlagen von Achtsamkeit kennenzulernen, sondern vor allem darum, praktische Methoden zu erproben, die sich im Schulalltag einsetzen lassen.

Was bedeutet Mindfulness?

Mindfulness – auf Deutsch Achtsamkeit – bezeichnet die bewusste Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment. Gedanken, Gefühle und körperliche Empfindungen werden wahrgenommen, ohne sie sofort zu bewerten. Gerade im schulischen Alltag kann diese Haltung dazu beitragen, Stress besser wahrzunehmen und mit herausfordernden Situationen bewusster umzugehen.

Während der Fortbildung lernten wir verschiedene Übungen kennen, die sich unkompliziert in den Unterricht oder in den Schulalltag integrieren lassen. Dazu gehörten beispielsweise kurze Atemübungen, bei denen die Aufmerksamkeit bewusst auf den eigenen Atem gelenkt wird, oder kleine Körperwahrnehmungsübungen, bei denen wir uns auf einzelne Körperbereiche konzentrierten. Auch Übungen zur bewussten Wahrnehmung unserer Umgebung und kurze Phasen der stillen Konzentration wurden ausprobiert. Viele dieser Übungen dauerten nur wenige Minuten und zeigten, dass Achtsamkeit keine aufwendige zusätzliche Unterrichtseinheit sein muss.

Ein besonderer Gewinn der Fortbildung war außerdem der internationale Austausch. Gemeinsam mit Teilnehmerinnen aus Italien und Kroatien konnten wir darüber sprechen, welchen Stellenwert Mindfulness an unseren jeweiligen Schulen hat und welche Erfahrungen bereits gesammelt wurden. Dabei wurden unterschiedliche Ansätze und Perspektiven sichtbar, gleichzeitig stellten wir fest, dass viele Herausforderungen im Schulalltag – insbesondere Stress, Leistungsdruck und die Notwendigkeit eines guten sozialen Miteinanders – in den verschiedenen Ländern ähnlich sind.

Unsere Kursleiterin verstand es sehr gut, die Inhalte abwechslungsreich und praxisnah zu vermitteln. Durch unterschiedliche Sequenzen, Partner- und Gruppenübungen sowie gemeinsame Reflexionsphasen blieb der Kurs für alle Teilnehmerinnen interessant und lebendig. Die englische Kurssprache stellte dabei keine Hürde dar, sondern war eine zusätzliche Möglichkeit, sich in einem internationalen Umfeld auszutauschen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Neben den fachlichen Impulsen bleiben uns vor allem die inspirierenden Begegnungen, der internationale Austausch und die Erfahrung in Erinnerung, wie wohltuend bereits wenige bewusste Minuten im oft hektischen Schulalltag sein können.

Ute Rotter und Britt Göldner

Erfahrungsbericht AI-Tools for Language Teachers (13.07.-18.07.2026)

 

Split, Kroatien - Ein Bericht von Fr. Smetankina
Im Juli hatte ich die Gelegenheit, an der Erasmus+-Fortbildung „AI Tools for Language Teachers“ in Split, Kroatien, teilzunehmen. Eine Woche lang beschäftigten wir uns intensiv mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll und kreativ im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden kann.

 

Zu Beginn erhielten wir einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Künstlichen Intelligenz – von den ersten Ideen und Computersystemen bis hin zu modernen generativen KI-Anwendungen.
Zu den Kernthemen gehörten ChatGPT und andere KI-Tools, effektives Prompt Writing sowie die Erstellung und Differenzierung von Unterrichtsmaterialien. Besonders spannend waren die kreativen Möglichkeiten der KI: Wir lernten, wie man mit ihrer Hilfe Bilder in verschiedenen Stilen generieren kann. Diese Anwendungen bieten viele neue Ideen für einen abwechslungsreichen und kreativen Fremdsprachenunterricht.
Besonders bereichernd war außerdem der internationale Austausch mit Lehrkräften aus verschiedenen europäischen Ländern.

 


 

 

 

Erfahrungsbericht – Kurs „Refresher Course for English Teachers“
Teilnehmer: V. Smetankina
Zeitraum: 15.-21.07.2024

Ort: Dublin

 

Der „Refresher Course for English Teachers“ der Teacher Academy, der in Dublin, Irland, stattfand, bot mir eine hervorragende Gelegenheit, meine Lehrmethoden aufzufrischen und weiterzuentwickeln. Während des Kurses konnte ich moderne Lehrmethoden, die Integration digitaler Werkzeuge und interaktive Lernformate kennenlernen, um meinen Unterricht motivierender und relevanter zu gestalten.

Ich lernte, wie ich neue Unterrichtsansätze und differenzierte Strategien effektiv umsetzen kann. Der Kurs zeigte mir auch, wie ich Lern-Apps nutzen kann, um den Unterricht zu bereichern. Zudem erhielt ich wertvolle Tipps zur Integration authentischer Materialien wie Filme und Podcasts. Besonders hilfreich fand ich die Einführung interaktiver Lernformate wie Gruppenarbeiten und Rollenspiele, die ich nun in meinen Unterricht einbauen kann. Auch neue Feedback-Methoden wie formative Rückmeldungen und Peer-Feedback konnte ich ausprobieren. Ein wichtiger Bestandteil des Kurses war die Förderung kultureller Kompetenz durch Projekte, die kulturelle Vielfalt berücksichtigen.

Dank der Fortbildung in Dublin konnte ich meine Lehrkompetenzen weiterentwickeln. Insgesamt war der Kurs eine wertvolle Ressource, die mir moderne Lehrmethoden und Technologien näherbrachte und meinen Unterricht bereicherte.

 

Erfahrungsbericht – Kurs Unterrichten mit Kopf, Herz und Hand
Teilnehmer: Steffen Bobach
Zeitraum: Mai 2024

Ort: Athen

....kann man, wenn man bestenfalls an den Plätzen des Geschehens selbst vor Ort war. So kann ich nun von dem Ort berichten, der sowohl als Wiege der Demokratie als auch der Olympischen Spiele der Neuzeit gilt – Athen. Optimal für mich als Lehrer für Gemeinschaftskunde und Sport.

Die einwöchige Fortbildung, durchgeführt durch „europass Teacher Academy“, stand unter dem Motto: „Cultural Heritage Education: Ancient Greece as a Case Study“, gab mir dazu Gelegenheit. Neben der Bearbeitung dieses Hauptthemas gab es natürlich auch die Chance, mit den Teilnehmern aus sieben EU – Staaten in Austausch zu treten und sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der Arbeit der Lehrkräfte Europas zu betrachten.

Abseits der Lehrveranstaltungen konnte ich die wunderbare Stadt Athen mit all seinen Sehenswürdigkeiten kennenlernen, vornweg die antiken Bauwerke der Akropolis. Da die Fortbildung in englischer Sprache durchgeführt wurde, hat sich als Nebeneffekt mein Englisch verbessert. Mein persönliches Resümee: Rundum eine sehr anspruchsvolle, lehrreiche, unvergessliche Fortbildung.

Olympiastadion von 1896

 

Erfahrungsbericht – Gäste aus Finnland
Teilnehmer: Sara Könnicke, Inga Berthold, Jana Richter
Zeitraum: 15.-18.04.2024

Ort: Dresden

Vom 15.04. bis 18.04.2024 begrüßten wir 12 Gäste von der Klassikka Lukio Schule aus Kuopio bei uns am Sportgymnasium. Bereits im letzten Jahr hospitierten Frau Malinen und Frau Mörsky über das Austausch-Programm Erasmus+ am Sportgymnasium Dresden und nun wurden sie von 10 Schülerinnen und Schülern aus den Sportarten Fußball, Leichtathletik (Diskuswurf), Volleyball, Nordische Kombination, Schwimmen, Triathlon, Badminton und Reiten begleitet.

Unsere Gäste erwartete eine erfahrungsreiche und volle Woche in unserem schönen Dresden:

Am Montag Abend gab es bei unserem Finnisch-Deutschen Begegnungsabend mit Schülerinnen und Schülern des Sportgymnasiums ein typisch deutsches Gericht zur Einstimmung: Bratwurst mit Kartoffelbrei und Sauerkraut.

Dienstag früh begrüßte Frau Göldner unsere Gäste offiziell am Sportgymnasium Dresden und nach einer Führung durch unser Schulgelände ging es zur Hospitation mit in den Unterricht der Klassen 5-7. Nachmittags blieb noch ausreichend Zeit, um ausgewählte Sehenswürdigkeiten wie die Frauenkirche zu besuchen.

Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Training am Donnerstag morgen mit unseren Sportlerinnen und Sportlern, bei dem unsere finnischen Gäste die verschiedenen Trainingsstätten kennen lernen konnten.

Wir freuen uns sehr über der regen Austausch der finnischen und deutschen Schülerinnen und Schüler und hoffen, dass auch wir bald die Chance haben, einen Einblick in den Alltag der Athletinnen und Athleten in Kuopio Finnland gewinnen zu dürfen.

Vielen Dank an Alle, die mit Ihrer Unterstützung zum Gelingen des Besuchs beigetragen haben!

Kiitos ja nähdään pian!

Text und Bilder: S. Könnicke

 

Erfahrungsbericht – Kurs „„Interkulturelles Projektmanagement““
Teilnehmer: U. Rotter, N. Nowak
Zeitraum: 18.-22.03.2024

Ort: Funchal/Madeira

Erasmus+Bericht Now Ro

Für eine Woche ging es für uns zum Erasmus+ - Seminar „Interkulturelles Projektmanagement“ nach Madeira. Das Tagungshotel war mit einem Blick über Stadt und Hafen wunderschön gelegen.

Im Vorfeld überlegten wir, worin unsere Erwartungen für das Seminar liegen würden. Drei Schwerpunkte waren uns wichtig:

  • Der Erfahrungsaustausch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum interkulturellen Projektmanagement.

  • Die Potentiale von unterschiedlichen Mobilitäten, wie Austausche, Job-Shadowing, Fortbildungen, zu erkennen und diese im Hinblick auf ihre Kompatibilität zum Schulkonzept, zu den Zielen des Erasmus-Antrags zu prüfen.

  • Das Kennenlernen von Methoden zum Abbau von interkulturellen Barrieren im eigenen Unterricht oder bei Schüleraustauschen.

Das Seminar war mit über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus drei Nationen relativ groß. Der Tag begann immer mit einem Warmup, bei dem sich die Teilnehmenden zunehmend besser kennenlernten und ein Stück weit aus ihrer Komfortzone „geholt“ wurden. Daran schloss sich meist ein Impulsreferat zu den unterschiedlichen Stufen des Projektmanagements bzw. verschiedene interkulturelle Übungen an. Auf diese Weise konnten wir zahlreiche Methoden für das Überwinden von interkulturellen Hürden kennenlernen und reflektierten auch immer wieder eigene Handlungsweisen. Die Informationen zum Projektmanagement werden wir in die Weiterentwicklung der zahlreichen Projekte unserer Schule einfließen lassen können. Am Nachmittag bzw. in den Abendstunden blieb genug Zeit, um bei einer Wanderung oder einem Stadtbummel mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus anderen Nationen und Bundesländern ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Insgesamt war es ein gelungenes Seminar, das viele Erwartungen erfüllte. Text und Bilder: Ute Rotter / Norbert Nowak

 

Erfahrungsbericht – Kurs „Strategien zur Stärkung der Resilienz von Kindern und Jugendlichen“
Teilnehmer: S. Junghänel
Zeitraum: 18.-22.03.2024

Ort: Wien

„Manche Menschen haben das Vermögen, auch in stürmischen Zeiten stabil zu bleiben und nach Niederlagen und Schicksalsschlägen konstruktiv weiterzuleben, ohne dabei ihre Lebensfreude zu verlieren. Ihnen gelingt es, nicht nur anhaltenden Stress zu bewältigen und Krisen zu meistern, sondern sie können diese sogar für ihre individuelle Entwicklung nutzen. Diese Fähigkeit nennt die positive Psychologie innere Widerstandsfähigkeit oder Resilienz.“

(Tünde Szentgroti, Seminarleiterin)

Darum ging es also im Seminar und um die Frage, Wie kann ich Schüler dabei unterstützen, ihre innere Kraft zu stärken?

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen standen die Probleme

  • Selbstwert und Selbstwirksamkeit

  • Krisensituationen meistern

  • Veränderungen im Leben.

Unterstützung erfuhr die Theorie durch vielfältige Anregungen und Übungen. Die Fortbildung war äußerst lehrreich und inspirierend hinsichtlich des Umgangs mit der eigenen Person und den Schülern. Wien selbst ist natürlich immer eine Reise wert. Stadtführung und Jugendstilführung ergänzten das Seminar kulturell. Text: Ju.

 

Erfahrungsbericht – Kurs „Outdoor Learning: Exploring Nature for Engaging Education“

Teilnehmerinnen: S. Kerkau, S. Könnicke
Zeitraum: 04.-08.03.2024

Ort: Barcelona

 


 

Vom 4. bis 8. März 2024 nahmen wir am Kurs „Outdoor Learning: Exploring Nature for Engaging Education“ von Euromentor in Barcelona teil. Unser Kurs bestand aus Lehrerinnen aus Lettland und Rumänien, sodass wir die Gelegenheit hatten uns über unsere verschiedenen Schulsysteme auszutauschen. Der Kurs hatte 2 Schwerpunkte unter zwei verschiedenen Kursleitern.

Unser Kursleiter Jerry vermittelte die grundlegende Philosophie der Forest School, praktische Hinweise zur Umsetzung mit Schülern und wir lernten ganz konkret selbst einen Unterstand und verschiedene Werkzeuge zu bauen. Außerdem erarbeiteten wir uns konkrete Ideen, wie wir die Prinzipien im eigenen Unterricht einsetzen können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der emotionalen, inter- und intrapersönlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.

Unsere Kursleiterin Alyona führte mit uns eine Schnitzeljagd durch das CosmoCaixa Science Museum in Barcelona durch, damit wir reflektieren konnten, wie wir Experimente im Unterricht einbinden können und Museen interaktiv mit Schülern erkunden können. Außerdem erstellten wir eine Reportage zur Kathedrale von Barcelona in Gruppenarbeit. Diese Methode lässt sich in jeder Stadt auf eine beliebige Sehenswürdigkeit anwenden und wir bekamen Tipps, wie sich die Übung für Schüler interessant gestalten lässt.

Der Kurs lieferte uns Anregungen für die Umsetzung im naturwissenschaftlichen und Fremdsprachenunterricht. Darüber hinaus sind einige Ideen als Team-bildende Maßnahmen für Klassenlehrer der Sekundarstufe 1 interessant. Wir waren jeden Tag in der Natur und der Stadt unterwegs, was für uns eine ganz neue Erfahrung war. Daher sind wir überzeugt, dass diese Ansätze auch unsere Schüler bereichern werden. Text und Bild: Koe